Proben ist Zeitverschwendung

Wie stehst du zum Thema Bandprobe?

Beim Wort Probe scheiden sich die Geister. In jene, die finden, dass Proben uncool und überbewertet ist und man dafür keine Zeit haben muss und in die anderen, die sich gerne grundsätzlich gut für ihre Gigs vorbereiten. Zeit wird beim Proben üblicherweise tatsächlich viel verschwendet. Vor allem, wenn nichts organisiert ist.

Jeder, der schon Proben organisiert hat, weiß, dass es manchmal zum Verzweifeln ist, eine Hand voll Personen am selben Tag zur selben Uhrzeit am selben Ort zu bringen. Wenn es euch auch so geht, dann ist es umso wichtiger, dass ihr an diesen vielleicht äußerst schwierig zu Stande gebrachten Termin auch optimal nutzt.

In kleinen Bandformationen mag es ausreichen einfach die Termine zu organisieren. Schneller geht es aber zum Beispiel mit einer Doodle-Umfrage. Oder ihr nutzt einen gemeinsamen Online-Kalender. Es gibt mittlerweile so viele Hilfsmittel, dass es oft länger dauert sich für ein Tool zu entscheiden, als diese dann anzuwenden..

Proben-Vorbereitung

Wenn jedes Band-Mitglied weiß, welche Songs geprobt werden, dann ist das schon die halbe Miete und wenn noch dazu alle diese Songs zumindest durchgehört haben und damit vertraut sind – umso besser. Und selbst wenn ihr euch vorgenommen habt an eigenen Songs weiterzuarbeiten, dann sollte jeder im Vorhinein wissen, welche.

Information an alle

Damit keiner sagen kann, dass er/sie nicht vorbereitet ist, schick die Infos zeitgerecht per Mail aus oder stell eine Liste in eure Dropbox oder iCloud – falls ihr so etwas nützt. Wenn es zu den Songs bereits Aufnahmen oder „Ton-Notizen“ gibt, dann gib diese dazu.

Zeitfenster

Damit die Zeit nicht zum Fenster rausgeschmissen wird, steckt euch einen fixen Zeitrahmen zum Proben. Wenn ihr in einem stundenweise zu buchenden Proberaum probt, dann ist das sowieso klar. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Proberäumen, die stundenweise bezahlt werden, die Pünktlichkeit und die Effizienz steigern. Außerdem wirkt es sich auf das Ergebnis aus, wenn in 3 Stunden alles durchgearbeitet werden muss, weil danach schon die nächsten an der Tür scharren.

Leadsheet/Noten-Chaos vermeiden

Nichts ist mühsamer, wenn bei einer Probe (oder gar erst bei einem Gig!) einer immer in einem Haufen von Papier wühlt um dann das betreffende Leadsheet doch nicht zu finden. Wenn du zu diesen Chaoten zählst, gibt es mehrere Lösungen:

  1. du spielst alles auswendig (großartig!)
  2. du sortiertst deine Zetteln in eine Mappe (A-Z oder nach Setlist) und nimmst diese auch mit
  3. du digitalisierst die Zetteln (auch da gibt es einige Apps)
  4. du spielst alleine, da hältst du niemandem auf

Timekeeper

Auch in einem Haufen Chaoten gibt es zumindest immer einen, der weniger chaotisch ist. Und derjenige sollte die Zeit im Auge behalten und immer wieder zart zum Weitermachen aufrufen, sollten die Zwischenkommentare zu ausufernd werden.

Lachen erlaubt

Das klingt alles so, als würde das dann keinen Spaß machen? Der Timekeeper muss ja nicht mit der Peitsche daneben stehen, aber wenn alle vorbereitet daherkommen und dazwischen ein paar – vielleicht sogar inspirierende – Wuchteln geschoben werden, dann habt ihr schon vielen Bands etwas voraus.

Mein Persönlicher Lieblings-Proberaum

Es gibt bestimmt jede Menge passabler Probemöglichkeiten, aber weil ich mich dort so wohl fühle, möchte ich hier gerne eine Lanze für das Riffhead brechen. Selten habe ich mich in einer Location so wohl gefühlt. Sauber, gemütlich, günstig, gut organisiert und geführt. Ich liebe dieses Haus auf der Quellenstraße im 10. Hieb einfach. Da fahr ich sogar gerne quer durch die Stadt. Meine Ode an das Riffhead.

Da fällt mir ein, dass ich die nächste Probe organisieren muss. Aber das ist eine andere Geschichte….

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